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Virtuelles Gedenkbuch
Gedenkstätte Moringen

 

 

Wer in Moringen die Friedhöfe besucht, stößt auf Gräber, die von der nationalsozialistischen Verfolgung in Moringen und tragischen Geschichten zeugen.
Auf dem städtischen Friedhof ruhen die jugendlichen KZ-Häftlingen, die zwischen Juni 1942 und Juni 1945 in Moringen beigesetzt wurden.
Unweit dieser Gräber liegen die Opfer von rassistischer Ausbeutung und Zwangsarbeit bestattet. Daneben diejenigen, die an den Folgen von Verschleppung, den schlechten Lebensbedingungen und der mangelnden Versorgung noch Jahre später litten und starben. Sie lebten im örtlichen Lager für Displaced Persons. Besonders tragisch unter diesen
Opfern der Verfolgung sind die vielen Kinder. Außerhalb der Stadt, gut einen Kilometer entfernt, liegen außerdem vier Kriegsgefangene der
sowjetischen Roten Armee bestattet. Sie wurden auf dem jüdischen Friedhof, abseits vom Mittelpunkt der Stadt und seiner Gesellschaft, beerdigt.
Inzwischen stehen alle diese Gräber unter einem besonderen Schutz, die Toten haben das ewige Ruherecht. Ihre Pflege ist Staatsräson und kommunale Aufgabe.